Franz Xaver Freiherr von Wulfen entdeckte im Juli 1779 „die neue blaue Pflanze, die kein Botanist je gesehen oder beschrieben hat“. Es gibt bis heute keine genauen Anhaltspunkte für ihr begrenztes Vorkommen am Nassfeld rund um den Gartnerkofel, wahrscheinlich sind es nacheiszeitliche, historische Hintergründe.
Das Nassfeld, direkt an der Grenze zu Italien, ist bekannt als Skigebiet, aber auch für bunte Almwiesen, steile Felswände und imposante Gipfel. Abwechslungsreiche Wanderwege führen zu den bekannten Gailtaler Käsealmen. Begeben Sie sich mit uns ins Reich der „Wulfenia“ und erleben Sie einen schönen Tag im Herzen der Karnischen Alpen.
Gemütliche Busfahrt nach Hermagor. Wir starten auf der Watschiger Alm und gehen zuerst mäßig steil den Steig entlang und bewundern die blaue Wulfenia, die auf den Almwiesen, zwischen Almrausch und Trollblumen, ihren Platz hat. Höher oben wird es steiniger und wir kommen zum Fuße des Gartnerkofels, der auch geologisch sehr interessant ist. Der Gartnerkofel besteht aus Dolomit, der aus ursprünglichem Kalkgestein hervorging und mit circa 230 Millionen Jahren zum jüngsten Teil der Karnischen Alpen gehört. Neugierige und flinke Murmeltiere haben sich zahlreiche Bauten geschaffen und beobachten uns aus sicherer Entfernung. Die Vegetation verändert sich und es wird alpiner. Bald öffnet sich der Blick in die westlichen Julischen Alpen mit Mangart und Montasch sowie in die Berge Friauls. Wir wenden uns dem Gipfelanstieg zu und schon bald sehen wir das markante Gipfelkreuz, das an die zwei Weltkriege und die Kärntner Volksabstimmung 1920 mahnen und erinnern soll.
Wir genießen die herrliche Fernsicht über das Gailtal; von Westen grüßt uns die Hohe Warte, im Norden blicken wir auf die letzten Schneefelder der Hohen Tauern. Der Abstieg erfolgt auf gleichem Weg, noch einmal bewundern wir die Wulfenia und freuen uns auf die Einkehr in der Watschiger Alm, wo schon eine Almjause (nicht inkludiert) auf uns wartet.
Jause und Getränk nicht vergessen! Einkehrmöglichkeit am Nachmittag nach der Wanderung vorhanden.
Schwierigkeitsgrad:
Leichter Wanderweg (T1): Die Strecke verläuft meist über gut gebahnte Wege, teilweise über schmale Pfade und Steige, die jedoch allesamt nur geringe Steigungen aufweisen. Es gibt keine absturzgefährdeten Passagen.
Für die Wanderung sind feste Wanderschuhe mit guter Profilsohle Voraussetzung. Es wird eine gute Gesundheit, Ausdauer und Kondition benötigt, um die angegebenen Zeiten, Strecken- und Höhenangaben problemlos zu bewältigen.
Höhendifferenz: ca. 568 Hm (auf und ab)
Weglänge: ca. 3 km
reine Gehzeit: ca. 2 h
