Beeindruckende Orte abseits touristischer Pfade, die dem Verfall preisgegeben sind: Zeugen einer Vergangenheit, die langsam schwindet und wie eine ferne Erinnerung verblasst. Sogenannte Lost Places geben Besuchern das Gefühl, in diesem Moment eine Geschichte festzuhalten, die bald endgültig vergessen sein könnte. Das sind die Orte, die der Kärntner Journalist Georg Lux gemeinsam mit Fotograf Helmuth Weichselbraun aufspürt und dokumentiert. Über ihre Erlebnisse berichten die beiden in Büchern, die sie "Reiseführer gegen das Vergessen" nennen. Auf diesen Spuren geht es, begleitet durch den Autor, ins Kanaltal. Wir lernen den geografischen Grenzfall aus einer ganz anderen Perspektive und abseits bekannter Pfade kennen. Ein Besuch des ehemaligen und dem heute dem Verfall preisgegebenen Bahnhofs Tarvisio Centrale entführt in die Zeit, als hier noch reger Verkehr herrschte. An die dunkle Zeit des Kalten Kriegs im 20. Jahrhundert erinnert eine Tour durch einen ehemals geheimen NATO-Bunker, ebenso die Ruinen einer einst in Österreich legendären Festung aus den napoleonischen Kriegen, die wir ebenfalls besichtigen. Geschichte zum Anfassen!
Wir fahren von Kärnten aus über Tarvis, wo wir später auch eine Mittagspause einlegen werden, ins Kanaltal. Am späten Nachmittag fahren wir entlang der Anreiseroute wieder retour zu den Einstiegsstellen.
Gutes Schuhwerk erforderlich! Von den Ausstiegsstellen zu den Lost Places spazieren wir jeweils ca. 10 Minuten auf Wanderwegen.
